Vom bayrischen König Max-Josef beauftragt, baute Georg Reichenbach in den Jahren 1808 - 1810 die Soleleitung nach Rosenheim. Vom Klaushäusl bei Rottau kommend, führte die Soleleitung an den Hängen südlich über die Rottauer Straße nach Bergham (jetzt Osterham). Vom Brunnhaus lief dann die Soleleitung über die Hochreserve nach Kraimoos und weiter nach Rosenheim.

Die im frühen 19. Jahrhundert erbaute, 108 km lange Rohrleitung galt damals eine Hochleistung der Technik. Zwischen Bergham (Osterham) und Mühltal mußte die Leitung mehrere Hindernisse in Form tiefer Gräben überwinden. Entlang der Soleleitung von Reichenhall nach Rosenheim führte der Brunnweg. Dieser diente der ständigen Kontrolle und zugleich dem Unterhalt der Soleleitung. Wenn man vom Brunnwart- und Maschinenhaus absieht, sind im heutigen Bernauer Gemeindebereich nur noch wenige Erinnerungen an die Soleleitung vorhanden.

Die Pumpstation in Bergham bildete eine Gruppe von Gebäuden, bestehend aus den noch heute erhaltenen (nun etwas modernisierten) Brunnwartwohnhaus, das mit einem Krüppelwalmdach gedeckt ist, dem in schöner Hausteinbauweise aus Tuff erstellten Maschinenhaus, dem langen Gebäude für die Soleleitung, das auch als Geräteraum und Werkstatt diente und den Wohnbau des Brunngehilfen mit einem Stall und einer Heueinlage.

Heute befinden sich im Brunnwartwohnhaus, als auch im Wohnbau des Brunngehilfen unsere zwei Ferienwohnungen. Das Maschinenhaus, welches selbstverständlich unter Denkmalschutz steht, wurde von uns in einen kleinen Geschenkeladen umgestaltet.


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